Moralische Aspekte des Futurehandels

Der heutige Blogartikel liegt mir persönlich ganz besonders am Herzen. Höchstwahrscheinlich befindest Du Dich genau zum jetzigen Zeitpunkt in einer von 2 Situationen: entweder, Du bist selbst noch skeptisch, ob der Handel mit Futures und somit mit Lebensmitteln für Dich moralisch vertretbar ist oder Du siehst Dich in Deinem Verwandten- und Freundeskreis permanent mit Vorurteilen konfrontiert, sobald Du ihnen erzählst, dass Du an der Börse spekulierst – und das womöglich auch noch auf Nahrungsmittelpreise. Eine dritte Möglichkeit wäre, dass Dir das alles vollkommen egal ist, aber davon wollen wir an dieser Stelle einmal nicht ausgehen.

Um Dir selbst ein wenig die Angst vor dem Thema zu nehmen oder Dir ein paar gute Argumente für Deine Verwandten und Freunde mit auf den Weg zu geben – sofern Du Dich denn überhaupt auf diese zermürbende Diskussion einlassen willst – soll Dir dieser Artikel dienen.

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Der größte Kritikpunkt am Futurehandel

Der größte Kritikpunkt von Gegnern des spekulativen Futurehandels ist zunächst, dass sich dieser von der real verfügbaren Menge an Rohstoffen entkoppelt hat. Dein Broker wird aus Sicherheitsgründen Deine Futureposition für Dich liquidieren, bevor es zur Auslieferungspflicht der Ware kommt. Dasselbe gilt in diesem Fall natürlich auch für Deine Gegenpartei. Es findet hier lediglich ein finanzieller Ausgleich zwischen euch beiden statt. Ihr habt also auf den Preis einer Ware spekuliert, wobei von vornherein feststand, dass ihr diese letzten Endes gar nicht handeln werdet.

Es gibt mehr Derivate als physische Hinterlegung

Hiermit seid ihr natürlich nicht die einzigen. Mit am deutlichsten wird dies bei der Gold Spekulation: Es existieren viel mehr Derivate auf das Edelmetall, als es eigentlich physische Hinterlegung gibt. Wenn alle ETF Besitzer plötzlich darauf bestehen würden, ihr Metall ausgeliefert zu bekommen, dann hätten die ETF Herausgeber ein Problem, denn die Ware ist schlicht nicht in diesem Umfang vorhanden. Selbiges gilt auch für Futures.

Und – selbiges gilt für unser Geld!

Wusstest Du, dass Banken das Zehnfache an Geldes in Form von Krediten verleihen dürfen, welches sie eigentlich besitzen? Der Gedanke dahinter ist eigentlich gut, denn erst durch die Vergabe von Krediten und der damit verbundenen Erschaffung von neuem Kapital kann unsere Wirtschaft und somit auch der weltweite Wohlstand wachsen.

Es ist aber auch ein gefährliches Spiel, denn hier gilt dasselbe wie beim Gold – wenn alle Menschen gleichzeitig zur Bank gehen würden und gern ihr Kapital in Form von Bargeld abheben würden, dann könnten die Banken diesem Wunsch schlicht nicht nachkommen, denn das Geld wäre nicht vorhanden.

Es existiert lediglich in unseren Köpfen und wir glauben daran!

In Bezug auf den Futurehandel behaupten Kritiker nun, dass die Spekulanten, die mit dem eigentlichen Warenhandel ja nichts zu tun haben, dafür Sorge tragen würden, dass Nahrungsmittelpreise immer weiter steigen und somit in ärmeren Regionen Hungersnöte auslösen würden. Doch stimmt dies wirklich?

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Der Papst und die Börse

Diesen Kritikern voran steht Papst Franziskus, welcher die Diskussion mit seiner Encycla Laudato si’ weiter angefeuert hat. Er behauptet, Nahrungsmittelspekulation würde sich negativ auf die Interessen der Armen auswirken und bezeichnet das kapitalistische System pauschal als “Wirtschaft, die tötet”. Harte Worte!

Fakt ist natürlich, dass unser aktuelles Wirtschaftssystem alles andere als perfekt ist und in Zukunft an zahlreichen Stellen Verbesserungsbedarf besteht.

Vergessen dürfen wir aber auch nicht all die enormen wirtschaftlichen und sozialen Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte, welche sich über den gesamten Planeten erstrecken und gerade auch den ärmeren Ländern zugute gekommen sind.

Diese sind konkret in Zahlen messbar. Ich lege Dir hierfür wärmstens das Buch “Factfulness” von dem schwedischen Statistiker Hans Rosling ans Herz. Er beschreibt auf unterhaltsame und sympathische Weise, dass wir durchaus optimistischer in unsere Zukunft blicken dürfen, als wir es vielleicht tun.

Wusstest Du beispielsweise, dass die Anzahl der Menschen, welche in absoluter Armut leben, seit dem Jahr 1980 weltweit von 45 % auf unter 10 % gesunken ist?

Dies ist vor allem auf den Abbau der internationalen Handelsbarrieren und den Anschluss der Länder, die wir damals noch als 3. Welt bezeichnet haben, an die internationalen Finanz- und Handelsmärkte zurückzuführen.

Rohstoffe Börse Chart

Hierzu zählen auch die Futuremärkte der Börse!

Globale Errungenschaften

Die medizinische Versorgung hat sich global drastisch verbessert, die Kindersterberate ist auf dem niedrigsten Stand aller Zeiten und die Lebenserwartung ist in jedem Land merkbar gestiegen. Auch dies macht sich vor allem in den ärmeren Ländern bemerkbar. So stieg diese laut Weltbank seit 1960 beispielsweise in Vietnam von 59 auf 76 Jahre, in Äthiopien von 38 auf 66 und in Ghana von 46 auf 63 Jahre. Die Tendenz ist hier weiterhin klar steigend.

Unsere Wirtschaft als eine zu bezeichnen, die tötet, ist also nicht nur unangebracht sondern schlicht falsch.

Auch der Wohlstand verteilt sich laut der statistischen Website ourworldindata.org immer gleichmäßiger, was dieses Diagramm eindrucksvoll zeigt. Zwar klafft die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander, doch dies liegt vor allem daran, dass die Reichen immer reicher werden. Dennoch steigt auch der Wohlstand der Ärmeren im Verhältnis zu früher und die große Mehrheit der Menschen hat genug zum Leben und in der Regel darüber hinaus.

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Der Einfluss der Spekulanten

Doch wie verhält es sich nun mit dem Einfluss der bösen Spekulanten auf die Preise?

Fest steht, dass seitens des Papstes und aller anderen Kritiker weder ein empirischer noch statistischer Beweis für ihre Aussagen vorliegt. Ich würde sogar behaupten, dass das Gegenteil der Fall. Fakt ist, dass der freie Handel die Volatilität der Nahrungsmittelpreise auf lange Sicht verringert. Dies ist aus rein objektiver Sicht auch logisch.

Wenn die Lebensmittelpreise an die Weltmärkte angeschlossen sind, so haben beispielsweise Missernten in bestimmten Regionen viel weniger Einfluss auf den Preis des Nahrungsmittels an sich. Gleiches gilt natürlich auch für alle anderen Rohstoffe. Diese Aussage lässt sich perfekt anhand der Edelmetalle belegen.

Schwankungen Gold - Rohstoffhandel Börse

Daraus lassen sich zwei Aussagen ableiten:

  1. Je besser verfügbar ein Markt ist, desto weniger volatil ist sein Preis.
  2. Je mehr Handelsinteresse an einem Markt herrscht, desto weniger volatil ist sein Preis prozentual.

Einfacher ausgedrückt – je mehr Leute einen Rohstoff handeln, desto weniger schwankt sein Kurs. Dabei ist es vollkommen egal, ob es sich um kommerzielle Händler, Spekulanten, Arbitrageure oder gar Algorithmen handelt.

Preisstabilität durch Markteilnehmer

Hier mal ein einfaches Beispiel: Du bist auf einem Marktplatz und möchtest Eier kaufen. Es sind drei Händler verfügbar, die Eier im Angebot haben. Händler 1 verkauft seine Eier für 1 Euro das Stück, Händler 2 für 2 Euro und Händler 3 für 3 Euro. Alle verkaufen dieselben, standardisierten Eier der exakt selben Qualität. Natürlich kaufst Du Deine Eier nun bei Händler 1, da diese am günstigsten sind. Sobald dieser all seine Eier verkauft hat, ist Händler 2 an der Reihe und erst wenn dessen Eier aufgebraucht sind wird Händler 3 seine Waren verkaufen können.

Der Eierkurs liegt also zunächst bei 1 Euro, solange Händler 1 Ware besitzt. Der Kurs steigt auf 2 Euro, sobald seine Eier verkauft sind und schließlich steigt er auf 3 Euro, sobald nur noch Händler 3 Eier hat. Da für jeden Preis nur ein einziger Händler und damit nur wenig Ware zur Verfügung steht, wird der Preis sehr schnell von 1 Euro auf 3 Euro steigen.

Nun stelle Dir vor, es wären statt 3 Händlern 30 Händler verfügbar, die Eier im Angebot hätten. Die ersten 15 Händler verkaufen ihre Ware für 1 Euro das Stück, 10 weitere Händler verkaufen sie für 2 Euro und die übrigen 5 Händler möchten 3 Euro pro Ei haben. Was wird nun passieren?

Richtig, der Eierpreis wird deutlich langsamer steigen, da viel mehr potenzielle Verkäufer vorhanden sind und diese bereit dazu sind, Preise zur Verfügung zu stellen. Ergo müssen viel mehr Eier verkauft werden, damit der Preis steigen kann.

Genau so funktioniert Börse. Und Du als Spekulant bist genau einer dieser Käufer oder eben Verkäufer und sorgst mit Deiner Präsenz für Liquidität am Markt. Diese Liquidität führt wiederum zu Stabilität der Preise. Und diese Stabilität ist wiederum gut für die Produzenten und Verarbeiter des Rohstoffes, den Du handelst.

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Der Sinn der Futurebörsen

Wir haben ja festgestellt, dass die Futurebörsen ursprünglich dafür geschaffen wurden, damit sich diese Marktteilnehmer gegen Preisschwankungen absichern können. Durch das Vorhandensein anderer Teilnehmer wie Spekulanten wird dieser Prozess effizienter gestaltet und es wird den kommerziellen Händlern so erleichtert, diesen Absicherungsprozess vorzunehmen.

 

In unserer Ausbildung zum professionellen Trader beschäftigen wir uns viel mit der Markttheorie und in diesem Zusammenhang mit den verschiedenen Teilnehmern am Auktionsverfahren. Denn nichts anderes als eine große Auktion ist der Börsenhandel. Dabei ist Folgendes eine wesentliche und wichtige Theorie:

Je kürzer der Zeithorizont eines Marktteilnehmers, desto geringer sein Einfluss auf die langfristigen Preisentwicklungen. Algorithmus Trader, Scalper und auch Daytrader stellen Liquidität zur Verfügung und versuchen in ihrer Handelsweise kurze bis sehr kurze Preisbewegungen als Gewinn mitzunehmen.

Weniger Presischwankungen durch Spekulanten

Für die großen und Trend einleitenden Bewegungen bedarf es immer eines hoch kapitalisierten und eher langfristig ausgerichteten Händlers. Schon allein aus diesem Grund spielen Spekulanten für die längerfristige Preisgestaltung von Rohstoffen eine absolut als zu vernachlässigend einzuschätzende Rolle.

Natürlich würden sich die Preise je nach Angebot und Nachfrage auch ohne die zusätzlichen Marktteilnehmer auf gewisse Weise regulieren und einpendeln. Doch der Wolfram Chart zeigt auf einfache Weise, was dann passiert – die Kurse haben deutlich mehr Volatilität vorzuweisen und in der Praxis könnten die großen Konzerne so viel mehr Druck auf die Bauern und Produzenten von Rohstoffen ausüben.

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Steigen die Preise immer weiter?

Kommen wir zum nächsten Argument von Kritikern der Nahrungsmittelspekulation:

Spekulanten würden gierig Sorge dafür tragen, dass die Preise immer weiter steigen und sich auf ungeahnten und immer höheren Niveaus einpendeln.

Hieraus wird deutlich, dass die Vertreter dieses weit verbreiteten Arguments das Wesen der Spekulation nicht verstanden haben.

Investition

Gerne wird diese nämlich mit einer Investition verwechselt. Beim Investieren, zum Beispiel in eine Aktie, stellen wir einem Unternehmen unser Geld zur Verfügung, hoffen, dass dieses effizient wirtschaftet und im Wert wächst und wir schließlich einen Gewinn erzielen. Sprich, wir möchten, dass der Aktienkurs steigt, um unsere Anteile später zu einem höheren Preis mit Gewinn zu verkaufen. Wenn Du eine Aktie kaufst, steht dem gegenüber natürlich auch immer ein Verkäufer. Doch dessen Intention ist in aller Regel, seine Anteile zu verkaufen, um somit Gewinnmitnahmen zu realisieren.

Auch er wird zuvor höchstwahrscheinlich von einem Kursanstieg profitiert haben!

Spekulation

Bei der Spekulation hingegen gibt es immer zwei Seiten des Geschäfts – eine, die von steigenden und die andere, welche von fallenden Preisen profitiert. Der Spekulant kann sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen.

Natürlich ist ein Short Handel auch mit Aktien möglich, doch dieser ist eher eine Randerscheinung und würde auch in den spekulativen und kurzfristig orientierten Tradingbereich fallen. Es ist keinesfalls im Interesse der Spekulanten, Rohstoffpreise permanent steigen zu lassen. So funktioniert Spekulation einfach nicht und historische Charts zeigen, dass die Preise in der Tat nicht dauerhaft steigen, sondern in Ranges verlaufen.

Beispiel Mais Future

Betrachten wir zur Stützung dieser Aussage einmal den Kurs des Mais Futures seit 1974. Wie Du siehst, befindet sich der Kurs auf einem Level, den er so bereits in sämtlichen der vergangenen Dekaden markiert hat. Auffällig ist natürlich der unglaubliche Volatilitätsanstieg zu Beginn der 2000er Jahre. Dieser ist aber in keinster Weise auf irgendwelche Spekulationen zurückzuführen. Schuld waren die höheren Preise von Düngemitteln, weitverbreitete Missernten und nicht zuletzt der neuen Verwendung von Mais als Treibstoff. Der letzte Punkt basiert auf einer fragwürdigen Entscheidung der US-Politik, Getreide zur Energiegewinnung zu nutzen.

Kurs des Mais Futures seit 1974

Außerdem zeigt der Kurschart natürlich die absoluten Preise des Rohstoffes Mais und berechnet nicht die Inflationsrate mit ein. Es handelt sich um eine vage Berechnung meinerseits, doch wenn man diese mit in den Kurs einkalkulieren würde, so befände sich der Preis vom Maisfuture in etwa auf dem Niveau, welches ich als schwarze Linie in den Chart eingetragen habe.

Es ist also keinesfalls im Interesse von Spekulanten, Preise immer höher zu treiben!

Hierfür würde ihnen im Zweifelsfalle auch die Kaufkraft fehlen, denn die Hauptverantwortlichen für die Bewegung der Kurse sind immer noch die kommerziellen Händler, welche ein Vielfaches der Liquidität aller anderen Marktteilnehmer ausmachen.

Bedenke, ein Trade hat immer zwei Seiten!

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Schaden höhere Rohstoffpreise den ärmeren Ländern?

Eine weitere Aussage von Kritikern der Spekulation lautet, dass immer höhere Preise von Nahrungsmitteln den armen Ländern schaden würden.

Auch hier müssen wir widersprechen, denn erwiesenermaßen ist das Gegenteil der Fall. Eine breit angelegte Studie des International Food Policy Research Institutes beweist dies. Du findest die Studie unter diesem Link.

Die Überlegung ist aber relativ simpel und gut nachvollziehbar. In den ärmeren Ländern befinden sich in aller Regel die Nettoerzeuger des Rohstoffes, also die Produzenten. Dies können Kaffee- oder Kakaobauern oder natürlich auch Getreidebauern sein. Produzenten einer Ware sind immer dann im Vorteil, wenn deren Preis relativ hoch liegt.

Die Studie des International Food Policy Research Institutes belegt, dass höhere Preise von Rohstoffen parallel auch zu einer Erhöhung des Wohlstandes in ärmeren Regionen der Welt führen. Die Farmer haben mittels der Futuremärkte nicht nur die Möglichkeit, ihre Waren effizienter und einem breiteren Markt zu verkaufen, sie gelangen so auch viel einfacher an Informationen bezüglich der Lebensmittelpreise. Dies hat zur Folge, dass sie sich frühzeitig auf Preisänderungen einstellen und somit ihr Risiko viel besser managen können.

Ein einfacher Farmer in Ghana kommt heute an ausführlichere Informationen über das Getreide, welches er anbaut, als es vor einigen Jahren noch der US-Präsident konnte.

Entgegen der Aussagen von Kritikern und Skeptikern ließ sich bis heute kein einziger Beweis finden, welcher Spekulation und explizit Nahrungsmittelspekulation in Zusammenhang mit wirtschaftlichen Krisen oder gar Hungersnöten bringen kann.

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Die eigentlichen Probleme

Vielmehr sollten wir unseren Fokus hier auf die ineffiziente Arbeit von Regierungen, inländische Transport- und Verteilungsprobleme, die Folgen von unverhältnismäßigen Tarifen, Zöllen und Regulierungen und allem voran der nach wie vor allgegenwärtigen Korruption richten.

In vielen Einzelstaaten, wie beispielsweise Indien oder den Philippinen, ist die Politik bezüglich der Nahrungsmittelmärkte oftmals verheerend. Bei Letzteren stieg der heimische Preis für Reis nach einer staatlichen Intervention auf bis zu 60 % über dem Future- und damit Weltmarktpreis, während ein Siebtel der Bevölkerung weniger als 1,90 US-Dollar am Tag zur Verfügung hatte.

In Indien verfaulen etwa 50 % der Nahrungsmittel, noch bevor sie überhaupt auf den Markt kommen!

Dies sind die Stellschrauben, an denen wir aus meiner Sicht Lösungen ansetzen sollten. Ich möchte den Blogartikel mit einem Zitat von Philip Booth beenden. Er ist unter anderem Finanz- und Ethikprofessor an der St. Mary’s University in England:

“Die Verantwortung dafür, dass die Armen sich grundlegende Güter nicht leisten können, bei der Rohstoffspekulation zu suchen, gleicht der Handlungsweise einer örtlichen Polizei, die einen Mord durch Erdrosselung dadurch aufzuklären sucht, indem sie alle Messerbesitzer der Stadt verhört.”